Der Aufstand der Würde

Filmvorführung und Regisseurengespräch
01.02.2008
20 Uhr
Kino im Cafe Trauma (Marburg)

"Der Aufstand der Würde"
Doku / D2007 / 65 min

Am 1. Januar 1994 besetzten tausende Indigene unter der Losung “Ya Basta” sieben Städte im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Zwei Wochen lang kämpften die Zapatistas - die sich nach dem Revolutionär Emiliano Zapata benannten - bewaffnet gegen die Regierung, die für sie nur Mißachtung oder Gewalt übrig hatte. Seitdem setzen sie sich mit friedlichen Mitteln für ihre Ziele ein. Die zapatistische Befreiungsarmee hat sich für Land, Gesundheit, Bildung, Freiheit, Demokratie, Frieden und Gerechtigkeit erhoben. Die Bewegung strebt nicht nach der Staatsmacht, sondern fordert eine grundlegende Demokratisierung der gesamten Gesellschaft und ein Ende der neoliberalen Politik. Das Ziel der Zapatistas ist eine basisdemokratische Gesellschaftsordnung. Lokale Machthaber und die Regierung reagieren darauf bis heute mit Repression und Sabotage.

Ein Filmteam von Zwischenzeit e.V. aus Münster besuchte mehrere zapatistische Gemeinden und sprach vor allem mit den Menschen von der Basis. Die Dokumentation bietet eine Einführung in das Thema, anschauliche Einblicke in selbstverwaltete Gesundheits-, Bildungs-, Landwirtschafts- und Kollektivprojekte, das Politikverständnis und die internationale Bedeutung der Bewegung.
Nach der Filmvorführung besteht die Möglichkeit mit Heiko Thiele, einem der Regisseure zu diskutieren und ihm Fragen zu stellen.

Weitere Infos zum Film gibt es unter www.zwischenzeit-muenster.de

Im Anschluß an die Informationsveranstaltung beginnt im großen Saal des Cafe Trauma die
FIESTA ZAPATISTA
mit den Soundkollektifs Villa Zapata (HD) und Luchaamada (BN)



CAFE LIBERTAD


09.11.2007 in Marburg

ab 20 Uhr

Infoveranstaltung zu FairTrade im zapatistischen Kontext


Chiapas gilt als einer der ärmsten Bundesstaaten Mexikos. Eine der wenigen möglichen Einnahmequellen ist der Anbau und Verkauf von Kaffee. Besonders in der Hochlandregion Oventic besteht ein günstiges Klima für das Wachstum der Kaffeepflanzen. Dort haben sich nach dem Aufstand der Zapatisten im Januar 1994 Kleinbauernfamilien in indigenen Gemeinden autonom organi-siert, um genossenschaftlich Kaffee anzubauen.

Die Café Libertad Kooperative in Hamburg organisiert den Import und den Vertrieb dieses zapatistischen Kaffees in Deutschland. Sie leistet damit eine praktische politische Solidaritätsarbeit mit dem Ziel, die indigenen Gemeinschaften in ihrem Kampf um Würde und Gerech-tigkeit zu unterstützen. Gleichzeitig möchte sie durch ihre Arbeit den Aufbau einer ökonomischen Alternative stärken, die auf indigenen Erfahrungen und Traditionen, direkter Demokratie, Selbstbestimmung und Selbstverwaltung beruht. Im Rahmen der Veranstaltung stellt die Kooperative sich und ihre Arbeit vor, geht auf die Weltmarktsituation für Kaffee und fairen Handel ein und be-richtet über den Alltag in den Kaffee produzierenden autonomen Gemeinden.

weitere Veranstaltungstermine:

8.11. 2007 Heidelberg, Karlstorbahnhof

10.11.2007 Bonn, Kult 41


In Zusammenarbeit mit Lucha Amada (BN), AK für studentische Kultur & Politik an der Uni Bonn, Verein zur Förderung politischer Bildung e.V. (BN), Solidaridad con Cuba (HD), Onkel Emma (MR) Cafe Libertdad (HH)